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So reinigen Sie die Kochfeld-Brenner in wenigen einfachen Schritten!

Kochfeld-Brenner gehören zu den Teilen der Küche, die täglich viel Arbeit leisten und deshalb schnell verschmutzen. Beim Kochen können Fett, Öl, Soßen, Milch, Wasser und kleine Lebensmittelreste über den Rand eines Topfes laufen und sich auf den Brennern, Brennerkappen oder Topfträgern festsetzen.

Mit der Zeit entstehen dadurch dunkle Verkrustungen, fettige Ablagerungen und unangenehme Gerüche. Besonders ärgerlich ist, dass solche Verschmutzungen durch die Hitze immer stärker festbacken können.

Die gute Nachricht: In vielen Fällen müssen Sie keine aggressiven Spezialreiniger verwenden. Mit etwas warmem Wasser, einem geeigneten Spülmittel, einer weichen Bürste und ein wenig Geduld lassen sich viele alltägliche Verschmutzungen bereits gründlich entfernen.

Zuerst: Welchen Herd haben Sie?

Bevor Sie mit der Reinigung beginnen, sollten Sie feststellen, welche Art von Kochfeld Sie besitzen.

Bei einem Gasherd lassen sich häufig Brennerkappen und andere abnehmbare Teile separat reinigen. Bei einem Elektro- oder Cerankochfeld gibt es dagegen normalerweise keine klassischen Gasbrenner, sondern Heizelemente beziehungsweise Kochzonen.

Diese Unterscheidung ist wichtig, denn Wasser und Reinigungsmittel dürfen niemals einfach in elektrische oder gasführende Bauteile gelangen.

Die folgenden Hinweise beziehen sich deshalb vor allem auf herausnehmbare Brennerteile eines Gasherds.

Schritt 1: Herd vollständig abkühlen lassen

Beginnen Sie niemals mit der Reinigung eines noch heißen Brenners.

Auch wenn eine Verschmutzung gerade frisch entstanden ist und besonders leicht lösbar erscheint, sollten Sie zunächst warten, bis alle Teile vollständig abgekühlt sind.

Das schützt Ihre Hände vor Verbrennungen und verhindert außerdem, dass kalte Flüssigkeit auf sehr heiße Bauteile gelangt.

Schalten Sie bei einem Gasherd sämtliche Flammen aus und lassen Sie das Kochfeld vollständig abkühlen.

Wenn Sie besonders gründlich reinigen möchten, können Sie anschließend die Gaszufuhr beziehungsweise die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen Ihres Geräts beachten.

Schritt 2: Lose Verschmutzungen entfernen

Nehmen Sie zunächst die Topfträger und abnehmbaren Brennerteile vorsichtig vom Kochfeld.

Entfernen Sie lose Krümel, trockene Speisereste und andere Partikel mit einem Tuch oder einer weichen Bürste.

Dieser Schritt wirkt vielleicht unspektakulär, ist aber hilfreich.

Wenn Sie sofort Wasser auf eine dicke Schicht aus Krümeln, Fett und Speiseresten geben, entsteht schnell eine klebrige Masse, die schwieriger zu entfernen ist.

Besser ist es, zuerst alles zu beseitigen, was sich trocken lösen lässt.

Schritt 3: Die abnehmbaren Teile einweichen

Jetzt kommt der wichtigste Teil der Reinigung.

Füllen Sie ein Waschbecken oder eine geeignete Schüssel mit warmem Wasser und geben Sie etwas normales Spülmittel hinzu.

Legen Sie die abnehmbaren, dafür geeigneten Teile vorsichtig hinein.

Das warme Wasser hilft dabei, Fett und festgesetzte Speisereste aufzuweichen.

Je nach Verschmutzungsgrad können die Teile etwa 15 bis 30 Minuten eingeweicht werden. Bei besonders hartnäckigen Ablagerungen kann eine längere Einwirkzeit sinnvoll sein.

Geduld ist hier oft effektiver als kräftiges Schrubben.

Warum Einweichen so gut funktioniert

Viele hartnäckige Ablagerungen sehen aus, als wären sie dauerhaft mit dem Metall verbunden.

In Wirklichkeit handelt es sich häufig um Schichten aus Fett, Stärke, Zucker, Soßenresten und anderen Speiserückständen.

Durch Wärme und Feuchtigkeit werden diese Schichten weicher.

Das bedeutet:

Je besser die Verschmutzung aufgeweicht ist, desto weniger Kraft müssen Sie beim Schrubben aufwenden.

Schritt 4: Mit einer weichen Bürste reinigen

Nach dem Einweichen können Sie die Teile mit einer weichen Bürste oder einem nicht scheuernden Schwamm reinigen.

Arbeiten Sie besonders an den Stellen, an denen sich Fett und verbrannte Speisereste angesammelt haben.

Eine alte, saubere Zahnbürste kann für kleine Rillen und schwer zugängliche Bereiche praktisch sein.

Schrubben Sie lieber mehrmals sanft, anstatt sofort mit großer Kraft auf die Oberfläche einzuwirken.

Aggressive Scheuermittel oder sehr harte Bürsten können bestimmte Oberflächen beschädigen.

Schritt 5: Brenneröffnungen besonders vorsichtig behandeln

Bei einem Gasherd befinden sich kleine Öffnungen, durch die das Gas austritt.

Diese Bereiche müssen sauber gehalten werden, dürfen aber nicht mit spitzen Gegenständen aufgebohrt oder erweitert werden.

Verwenden Sie keine Nadeln, Messer oder andere scharfe Werkzeuge, um Ablagerungen gewaltsam herauszukratzen.

Wenn eine Öffnung verstopft wirkt, sollten Sie die Reinigung entsprechend der Anleitung des Geräteherstellers durchführen.

Die Form und Größe dieser Öffnungen sind Teil des vorgesehenen Brennerdesigns. Eine Beschädigung kann die Flamme und die sichere Funktion des Geräts beeinträchtigen.

Schritt 6: Gründlich abspülen

Nachdem Sie die Verschmutzungen entfernt haben, spülen Sie die abnehmbaren Teile gründlich mit sauberem Wasser ab.

Es sollten keine größeren Mengen Spülmittel zurückbleiben.

Anschließend können Sie die Teile mit einem sauberen Tuch abtrocknen.

Noch besser ist es, sie vollständig an der Luft trocknen zu lassen.

Trocknen ist besonders wichtig

Bei einem Gasherd sollten Brennerteile vor dem Wiedereinsetzen vollständig trocken sein.

Feuchtigkeit kann die Zündung beeinträchtigen und dazu führen, dass eine Flamme zunächst unregelmäßig brennt.

Deshalb sollten Sie beim Trocknen nicht zu nachlässig sein.

Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie die Teile lieber etwas länger trocknen.

Schritt 7: Das Kochfeld selbst reinigen

Während die abnehmbaren Teile trocknen, können Sie sich dem eigentlichen Kochfeld widmen.

Wischen Sie die Oberfläche mit einem weichen, feuchten Tuch und etwas geeignetem Spülmittel ab.

Besonders wichtig sind die Bereiche rund um die Brenner.

Dort sammeln sich häufig Fett und kleine Speisereste.

Achten Sie jedoch darauf, dass keine größere Menge Wasser in die Öffnungen oder andere empfindliche Bereiche des Kochfelds gelangt.

Bei einem Gasherd gilt deshalb:

Sauber machen – aber nicht durchnässen.

Was tun bei eingebranntem Fett?

Eingebranntes Fett gehört zu den schwierigsten Verschmutzungen.

Versuchen Sie nicht sofort, es mit maximaler Kraft zu entfernen.

Besser ist eine Kombination aus:

  1. warmem Wasser,
  2. Spülmittel,
  3. ausreichender Einweichzeit,
  4. sanftem Bürsten,
  5. anschließendem Abspülen.

Wenn danach noch Rückstände vorhanden sind, können Sie den Vorgang wiederholen.

Mehrere sanfte Reinigungsdurchgänge sind häufig schonender und effektiver als ein aggressives Schrubben.

Kann man Backpulver verwenden?

Backpulver wird häufig als Hausmittel zur Reinigung empfohlen.

Eine kleine Menge kann zusammen mit Wasser zu einer milden Paste verarbeitet werden, die sich für bestimmte robuste, abnehmbare Oberflächen eignen kann.

Allerdings sollte man nicht davon ausgehen, dass jede Oberfläche und jedes Brennerteil dafür geeignet ist.

Bei beschichteten, empfindlichen oder speziell behandelten Teilen können scheuernde Mischungen Kratzer oder Veränderungen der Oberfläche verursachen.

Deshalb sollten Sie bei empfindlichen Komponenten zuerst die Pflegehinweise des Herstellers beachten.

Vorsicht mit Essig und anderen Hausmitteln

Auch Essig, Zitronensäure und andere Hausmittel werden häufig als Universalreiniger empfohlen.

Doch „natürlich“ bedeutet nicht automatisch „für jede Oberfläche geeignet“.

Bestimmte Materialien können empfindlich auf Säuren reagieren.

Außerdem sollten Reinigungsmittel niemals wahllos miteinander vermischt werden.

Besonders wichtig: Niemals Bleichmittel mit Säuren wie Essig oder anderen Reinigern kombinieren. Dabei können gefährliche Dämpfe entstehen.

Ein einfaches Spülmittel und warmes Wasser reichen für viele normale Verschmutzungen völlig aus.

Was Sie besser nicht verwenden sollten

Bei der Reinigung eines Kochfelds sollten Sie vorsichtig mit sehr aggressiven Methoden sein.

Vermeiden Sie insbesondere:

  • Stahlwolle auf empfindlichen Oberflächen
  • Sehr harte Scheuerschwämme
  • Messer zum Abschaben
  • Nadeln zum Aufweiten von Gasöffnungen
  • Ungeeignete Backofenreiniger
  • Stark aggressive Chemikalien
  • Reinigungsmittel, die laut Hersteller nicht für das Material geeignet sind

Ein glänzender Brenner ist schön, aber die Funktionsfähigkeit und Sicherheit des Geräts sind wichtiger.

Wie oft sollte man die Brenner reinigen?

Das hängt davon ab, wie häufig Sie kochen und wie stark Ihr Herd verschmutzt.

Eine gute Routine kann so aussehen:

Nach dem Kochen: Frische Spritzer und kleine Verschmutzungen entfernen, sobald das Kochfeld abgekühlt ist.

Regelmäßig: Abnehmbare Brennerteile kontrollieren und bei Bedarf gründlicher reinigen.

Bei sichtbaren Ablagerungen: Nicht warten, bis sich mehrere Schichten eingebrannt haben.

Je früher Fett und Speisereste entfernt werden, desto einfacher ist die Reinigung.

Ein kleiner Trick für weniger Arbeit

Der wichtigste Reinigungstrick ist eigentlich gar kein spezielles Hausmittel.

Es ist regelmäßige Pflege.

Wenn ein Tropfen Soße auf den Herd gelangt, ist er nach dem Abkühlen meistens wesentlich leichter zu entfernen als nach mehreren Wochen wiederholten Erhitzens.

Aus einer kleinen Verschmutzung kann durch ständiges Erhitzen eine harte, dunkle Kruste entstehen.

Deshalb kann ein kurzes Abwischen nach dem Kochen später eine lange Reinigung ersparen.

Wann sollten Sie vorsichtig werden?

Wenn Sie beim Reinigen feststellen, dass ein Brenner beschädigt, stark korrodiert oder ungewöhnlich verformt ist, sollten Sie ihn nicht einfach weiter benutzen.

Auch eine Flamme, die ungewöhnlich aussieht, ständig erlischt, stark gelb statt überwiegend blau brennt oder sich auffällig unregelmäßig verhält, sollte nicht einfach durch weiteres Putzen „repariert“ werden.

In solchen Fällen sollten Sie die Bedienungsanleitung prüfen und gegebenenfalls einen qualifizierten Fachbetrieb hinzuziehen.

Bei einem deutlichen Gasgeruch gilt besondere Vorsicht: Keine Flammen oder Funken erzeugen und keine elektrischen Schalter betätigen. Verlassen Sie den betroffenen Bereich und befolgen Sie die örtlichen Sicherheitsvorgaben beziehungsweise die Anweisungen Ihres Gasversorgers.