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Weihnachtslikör aus der DDR, unschlagbar lecker!

Absolut! Der legendäre Weihnachtslikör nach DDR-Art – oft einfach “Weihnachtslikör” oder “Stollenlikör” genannt – ist eine wunderbare, aromatische Süßigkeit in flüssiger Form. Er ist unkompliziert, erfordert keine komplizierten Destillationsvorgänge und reift einfach in der Flasche vor sich hin. Hier kommt das Kultrezept, das garantiert für gemütliche Stunden am Weihnachtsbaum sorgt.


DDR Weihnachtslikör: Der unschlagbar leckere Stollen in flüssiger Form

Dieser Likör ist die Essenz von Weihnachten: buttrig, mandelig, rosinenreich und gewürzt. Er basiert auf hochprozentigem Klaren, der mit den typischen Aromen eines Christstollens angereichert wird. Das Ergebnis ist eine wunderbar sämige, goldene Köstlichkeit, die nach nur wenigen Wochen Reifezeit bereit ist, um die Festtage zu versüßen.

Die Zutaten: Einfach, aber charakterstark

Die Zutatenliste liest sich wie die für einen klassischen Stollen ohne Mehl.

Grundlage:

  • 1 Liter Klaren (Korn, Wodka oder Weingeist; 38-40% vol) – die neutrale Basis, die die Aromen optimal aufnimmt.

Das Stollen-Aroma:

  • 200 g Rosinen – für die fruchtige Süße.
  • 100 g Zucker (brauner Rohrzucker gibt eine schönere Farbe, weißer geht auch)
  • 1/2 Bio-Zitrone – Schale abgerieben und Saft ausgepresst.
  • 1 Stange Zimt (ca. 5-6 cm)
  • 4 Gewürznelken
  • 3-4 Pimentkörner – für die typische, warme Würze.
  • 1/2 TL Kardamomsamen (aus der Schale geknöpft)

Die buttrig-mandelige Note (das Geheimnis!):

  • 50 g ungeschälte, bittere Mandeln ODER 1-2 TL BittermandelaromaAchtung: Ungeschälte bittere Mandeln enthalten Spuren von Blausäure. Verwenden Sie sie sparsam und nicht mehr als die angegebene Menge! Das Aroma ist die sichere und ebenso leckere Alternative.
  • 50 g weiche Butter – Sie verleiht dem Likör eine wunderbare Sämigkeit und rundet die Schärfe des Alkohols ab.

Zubereitung: Die Kunst des Ansetzens und Wartens

Schritt 1: Die Aromen freisetzen

  1. Geben Sie die Rosinen, den Zucker, die abgeriebene Zitronenschale, den Zitronensaft und alle Gewürze (Zimt, Nelken, Piment, Kardamom) in ein großes, sauberes Ansatzglas (mind. 1,5 Liter Fassungsvermögen).
  2. Fügen Sie die bitteren Mandeln hinzu (wenn Sie sie verwenden).
  3. Gießen Sie den gesamten Klaren über die Mischung. Verschließen Sie das Glas gut und schütteln Sie es kräftig, um den Zucker zu verteilen.

Schritt 2: Die Ruhephase – Der Likör reift

  1. Stellen Sie das Glas für 4-6 Wochen an einen dunklen, nicht zu warmen Ort (z.B. in einen Schrank).
  2. Schütteln Sie das Glas alle 2-3 Tage kräftig durch. So lösen sich der Zucker und die Aromen optimal und verbinden sich mit dem Alkohol.

Schritt 3: Die Feinabstimmung – Buttrig und glatt

  1. Nach der Reifezeit ist es Zeit für den letzten Schliff. Geben Sie die 50 g weiche Butter in eine hohe, schmale Schüssel oder einen Messbecher.
  2. Sieben Sie den angesetzten Likör durch ein feines Sieb oder ein Passiertuch, um alle Feststoffe (Rosinen, Gewürze) aufzufangen. Gießen Sie den klaren Likör über die Butter.
  3. Pürieren Sie die Mischung nun mit einem Stabmixer, bis sich die Butter vollständig mit dem Likör verbunden hat und eine leicht cremige, homogene Emulsion entstanden ist. Das klingt ungewöhnlich, ist aber das Geheimnis für die unvergleichlich weiche Textur!

Schritt 4: Abfüllen und Genießen

  1. Füllen Sie den fertigen Likör durch einen Trichter in saubere, schöne Flaschen ab.
  2. Verschließen Sie die Flaschen gut und beschriften Sie sie mit Name und Datum.

Tipps für den perfekten DDR-Weihnachtslikör

  • Warum Butter? Die Butter macht den Likör wunderbar weich und “mundfreundlich”. Sie nimmt die scharfe Kante des Alkohols und verleiht ihm ein sahniges, vollmundiges Gefühl, genau wie ein guter Stollen.
  • Variationen: Sie können auch andere Trockenfrüchte wie Orangeat oder Zitronat (je 50 g) mit ansetzen. Für eine kräftigere Farbe und einen intensiveren Geschmack eignen sich getrocknete Pflaumen.
  • Haltbarkeit: Durch den hohen Alkohol- und Zuckergehalt ist der Likör viele Monate, oft sogar Jahre haltbar. Bewahren Sie ihn kühl und dunkel auf. Die Butter kann sich mit der Zeit minimal absetzen – einfach vor dem Genießen die Flasche schütteln.
  • Der Geschmack entwickelt sich: Je länger der Likör lagert, desto harmonischer und runder wird sein Geschmack. Selbst nach dem Abfüllen wird er noch besser.

Serviervorschlag: Genießen Sie den Likör gut gekühlt aus kleinen Likörgläsern als Digestif nach dem Weihnachtsessen oder als wärmenden Abschluss an einem kalten Winterabend.

Prost und frohe Weihnachten! Dieser Likör ist nicht nur ein Getränk, sondern ein Stück gelebte (Ost-)Deutsche Weihnachtstradition.

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