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Ich kaufe Brot nie wieder, Zauberbrot backe ich 2x die Woche!

Das kenne ich gut! Dieses “Zauberbrot” – oft auch als “Ein-Brot-für-Alles”, “Wunderbrot” oder “Kein-Knet-Brot” bekannt – ist ein Game-Changer. Sobald man es einmal gebacken hat, will man kein langweiliges Industriebrot mehr. Hier kommt das Grundrezept, das dein Brotback-Leben revolutionieren wird!


Das “Zauberbrot”: So einfach, dass du es nie wieder sein lässt!

Dieses Brot erfordert absolut kein Kneten, nur eine Schüssel, einen Löffel und etwas Geduld während der Gehzeit. Die Kruste wird unwiderstehlich knusprig, die Krume luftig und voller Löcher – wie ein echtes Handwerksbrot.

Die Grundzutaten (für 1 großen Laib)

  • 500 g Weizenmehl Type 550 oder 1050 (Type 550 gibt ein klassisches, helleres Brot; Type 1050 ein kräftigeres)
  • 1 Päckchen Trockenhefe (7 g) oder ½ Würfel Frischhefe (21 g)
  • 2 TL Salz (ca. 10 g, nicht vergessen!)
  • 1 TL Zucker oder Honig (als Futter für die Hefe)
  • 450 ml lauwarmes Wasser

Das ist die Basis – mehr brauchst du nicht!


Die magische Zubereitung (Aktive Arbeitszeit: 10 Minuten)

Schritt 1: Der “Einfach-Umrühr-Teig”

  1. Gib alle trockenen Zutaten (Mehl, Hefe, Salz, Zucker) in eine große Rührschüssel. Wichtig: Das Salz nicht direkt auf die Hefe geben, sondern daneben.
  2. Gieße das lauwarme Wasser dazu.
  3. Rühre alles mit einem Kochlöffel oder deinen Händen nur so lange zusammen, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Der Teig wird sehr klebrig und schlabbrig sein – das ist genau richtig! Er soll nicht geknetet werden.

Schritt 2: Die lange, kalte Zauberzeit (Die Gehzeit)

  1. Decke die Schüssel mit einer Frischhaltefolie oder einem feuchten Tuch ab.
  2. Jetzt hast du zwei Optionen für den Zauber:
    • Schnellvariante (ca. 2 Stunden): Stelle die Schüssel an einen warmen Ort und lass den Teig gehen, bis er sich mindestens verdoppelt hat.
    • Zaubervariante (für maximalen Geschmack): Stelle die abgedeckte Schüssel für mindestens 12, besser 18-24 Stunden, in den Kühlschrank. Diese kalte, lange Gare entwickelt unglaubliche Aromen und macht die Krume besonders luftig.

Schritt 3: Formen und Finale

  1. Heize deinen Backofen auf 230°C Ober-/Unterhitze vor. Stelle ein hitzebeständiges Gefäß (z.B. einen Gusseisentopf, eine Bräterform oder ein Backblech) mit in den Ofen.
  2. Mehle eine Arbeitsfläche großzügig. Hebe den Teig vorsichtig aus der Schüssel (er ist sehr weich!) und forme ihn mit bemehlten Händen locker zu einem Laib. Wichtig: Nicht kneten, nur vorsichtig falten und in Form bringen.
  3. Nimm den heißen Topf aus dem Ofen (Vorsicht, Verbrennungsgefahr!). Lege den Teigling hinein.
  4. Schließe den Deckel und backe das Brot 30 Minuten mit Deckel.
  5. Nach 30 Minuten nimm den Deckel ab und backe es weitere 15-20 Minuten ohne Deckel, bis es tiefgolden und knusprig ist. Ein Klopftest verrät dir, ob es durch ist: Es sollte sich hohl anhören.

Schritt 4: Die Geduldsprobe
Lass das fertige Brot unbedingt vollständig auf einem Gitter auskühlen (mind. 1-2 Stunden), bevor du es anschneidest. Es bäckt innen noch nach und wird sonst gummiartig.


Warum dieses Brot ein Zauber ist:

  • Kein Kneten: Perfekt für alle, die keine Zeit oder Lust haben.
  • Perfekte Ergebnisse: Die Krume ist voller unregelmäßiger Löcher, die Kruste superknusprig.
  • Totale Flexibilität: Du bestimmst die Gehzeit. Kurz und warm oder lang und kalt – beides funktioniert.
  • Unendliche Variationen:
    • Kräuter-Knoblauch-Brot: Eine Handvoll gehackte Kräuter und 2 zerdrückte Knoblauchzehen unter den Teig heben.
    • Saatgut-Brot: 3-4 EL Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Kürbiskerne etc. untermischen.
    • Oliven-Rosmarin-Brot: 100 g gehackte Oliven und 1 EL frischen Rosmarin unterheben.

Dieses Brot macht unabhängig und ist so viel leckerer als das meiste gekaufte Brot. Sobald der Rhythmus drin ist, backt man es tatsächlich 2x die Woche! Gutes Gelingen und lass es dir schmecken!

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