Ungarische Lángos wie vom Jahrmarkt – außen knusprig, innen weich und herrlich herzhaft
Ungarische Lángos sind ein echter Klassiker für alle, die herzhaftes Streetfood lieben. Die goldbraun ausgebackenen Fladen sind außen knusprig, innen wunderbar weich und schmecken besonders köstlich mit Knoblauch, Sauerrahm und reichlich geriebenem Käse. Auf Märkten, Volksfesten und Weihnachtsmärkten sind sie ein beliebter Snack – doch mit diesem Rezept kannst du sie auch ganz einfach zu Hause zubereiten.
Der Hefeteig besteht aus wenigen Zutaten, die du in Deutschland problemlos bekommst: Weizenmehl Type 405 oder 550, Trockenhefe, Milch, Wasser, Salz und etwas Öl. Nach dem Gehen wird der Teig in Portionen geteilt, zu flachen Fladen geformt und in heißem Öl goldbraun frittiert.
Das Rezept orientiert sich an der verlinkten Vorlage. Wichtig zu wissen: Obwohl der Titel „in 10 Minuten“ verspricht, benötigt der Hefeteig zusätzlich etwa 45–60 Minuten Gehzeit. Kochen Mit Uns Die aktive Zubereitung ist einfach, aber die Ruhezeit sollte eingeplant werden.
Zutaten für 6–8 Lángos
Für den Hefeteig
- 500 g Weizenmehl Type 405 oder 550
- 1 Päckchen Trockenhefe (ca. 7 g) oder 25 g frische Hefe
- 1 TL Zucker
- 1 TL Salz
- 300 ml lauwarmes Wasser
- 100 ml lauwarme Milch
- 2 EL neutrales Pflanzenöl
Zum Frittieren und Belegen
- etwa 1 Liter neutrales Pflanzenöl zum Frittieren
- 2–3 Knoblauchzehen
- 3–4 EL Wasser für das Knoblauchwasser
- 200–250 g Schmand oder Sauerrahm
- 150–200 g geriebener Gouda oder Emmentaler
- Salz nach Geschmack
Zubereitungszeit: etwa 20–25 Minuten aktive Arbeit
Gehzeit: 45–60 Minuten
Frittierzeit: etwa 3–5 Minuten pro Fladen, abhängig von Größe und Dicke
Portionen: 6–8 Stück
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Die trockenen Zutaten vermischen
Gib das Mehl in eine große Schüssel. Füge Trockenhefe, Zucker und Salz hinzu und vermische alles gründlich.
Wenn du frische Hefe verwendest, kannst du sie zunächst im lauwarmen Wasser mit dem Zucker auflösen und einige Minuten stehen lassen. Das Wasser und die Milch sollten nur lauwarm sein. Zu heiße Flüssigkeit kann die Hefe schädigen und verhindern, dass der Teig richtig aufgeht.
2. Wasser, Milch und Öl hinzufügen
Gieße das lauwarme Wasser und die lauwarme Milch nach und nach zum Mehl. Gib anschließend die zwei Esslöffel Pflanzenöl dazu.
Verrühre die Zutaten zunächst mit einem Löffel, bis sich ein grober Teig bildet. Knete ihn anschließend mit den Händen oder einer Küchenmaschine weiter, bis er weich und geschmeidig ist.
Der Teig darf leicht klebrig sein. Verwende nicht sofort zusätzliches Mehl, denn ein zu trockener Teig kann später feste und weniger lockere Lángos ergeben.
3. Den Hefeteig gründlich kneten
Knete den Teig etwa 8–10 Minuten mit den Händen oder 5–7 Minuten mit einer Küchenmaschine. Während des Knetens wird er glatter, elastischer und lässt sich besser formen.
Falls er sehr stark an den Händen klebt, kannst du deine Hände leicht einölen. Ist er dagegen ungewöhnlich trocken und bröselig, füge esslöffelweise etwas Wasser hinzu.
Forme den Teig zu einer Kugel und lege ihn zurück in die Schüssel.
4. Den Teig ruhen lassen
Decke die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch oder Frischhaltefolie ab. Stelle sie an einen warmen, zugfreien Ort und lasse den Teig etwa 45–60 Minuten gehen.
Er sollte sich deutlich vergrößern und locker wirken. Wie lange das dauert, hängt von der Raumtemperatur und der Aktivität der Hefe ab.
Diese Ruhezeit ist wichtig für die spätere Konsistenz: Ein gut aufgegangener Teig ergibt Lángos, die innen weich und luftig werden.
5. Den Teig in Portionen teilen
Sobald der Teig aufgegangen ist, gib ihn auf eine leicht geölte Arbeitsfläche. Drücke ihn vorsichtig etwas flach, ohne die Luft vollständig herauszukneten.
Teile den Teig in 6–8 gleich große Stücke. Forme jedes Stück mit leicht geölten Händen zu einer Kugel und lasse die Portionen abgedeckt etwa 5–10 Minuten entspannen.
Das erleichtert das Ausziehen und verhindert, dass sich der Teig beim Formen ständig wieder zusammenzieht.
6. Die Lángos-Fladen formen
Öle deine Hände leicht ein und nimm eine Teigkugel. Drücke sie zunächst in der Mitte flach und ziehe sie anschließend vorsichtig nach außen, bis ein runder Fladen entsteht.
Die Mitte sollte etwas dünner sein als der Rand. Ziehe den Teig jedoch nicht so dünn, dass er reißt. Für besonders lockere Lángos darf der Fladen ruhig etwas dicker bleiben.
Forme alle Portionen auf diese Weise. Lege die fertigen Fladen auf eine leicht geölte Fläche und decke sie ab, bis das Frittieröl die richtige Temperatur erreicht hat.
7. Das Frittieröl erhitzen
Gib das Pflanzenöl in einen ausreichend großen, schweren Topf oder eine tiefe Pfanne. Erhitze es auf ungefähr 170–180 °C.
Am besten kontrollierst du die Temperatur mit einem Küchenthermometer. Wenn du keines hast, kannst du ein kleines Stück Teig ins Öl geben: Steigen Bläschen auf und beginnt der Teig gleichmäßig zu bräunen, ist das Öl heiß genug. Diese Methode ist allerdings weniger genau.
Fülle den Topf nicht zu voll. Das Öl sollte tief genug sein, damit die Fladen ausreichend Platz haben und gleichmäßig ausbacken können.
Sicherheitstipp: Lass heißes Öl niemals unbeaufsichtigt und halte Wasser davon fern. Sollte das Öl Feuer fangen, lösche es niemals mit Wasser, sondern schalte die Hitze aus, sofern das sicher möglich ist, und decke den Topf mit einem passenden Deckel ab.
8. Die Lángos goldbraun frittieren
Lege einen geformten Fladen vorsichtig ins heiße Öl. Frittiere ihn je nach Dicke ungefähr 1½–2½ Minuten auf der ersten Seite.
Wende ihn mit einer geeigneten Zange oder einem Schaumlöffel und backe die zweite Seite ebenfalls goldbraun. Insgesamt dauert das meist etwa 3–5 Minuten pro Fladen.
Die fertigen Lángos sollten eine appetitliche goldgelbe bis goldbraune Oberfläche haben. Ist das Öl zu heiß, wird die Außenseite schnell dunkel, während der Teig innen noch nicht ausreichend durchgegart ist. Bei zu niedriger Temperatur saugen sich die Fladen dagegen leichter mit Öl voll.
Nimm die fertigen Lángos heraus und lasse sie auf Küchenpapier kurz abtropfen. Wiederhole den Vorgang mit den restlichen Teigportionen.
9. Das Knoblauchwasser zubereiten
Schäle die Knoblauchzehen und presse oder hacke sie sehr fein. Gib den Knoblauch in eine kleine Schüssel und vermische ihn mit 3–4 Esslöffeln Wasser sowie einer kleinen Prise Salz.
Lasse die Mischung einige Minuten ziehen, damit sich das Aroma entfalten kann.
Bestreiche die noch warmen Lángos mit etwas Knoblauchwasser. Verwende nicht zu viel Flüssigkeit, denn die Oberfläche soll aromatisch werden, aber nicht durchweichen.
Wenn du einen besonders intensiven Knoblauchgeschmack liebst, kannst du stattdessen eine Knoblauchpaste aus fein geriebenem Knoblauch, etwas Öl und Salz zubereiten.
10. Mit Sauerrahm und Käse belegen
Verteile auf jedem warmen Fladen eine großzügige Schicht Schmand oder Sauerrahm. Streue anschließend geriebenen Gouda oder Emmentaler darüber.
Der Käse beginnt durch die Wärme leicht zu schmelzen und verbindet sich wunderbar mit der cremigen Oberfläche und dem würzigen Knoblauch.
Wer möchte, kann zusätzlich fein gehackte Petersilie, Schnittlauch oder eine Prise Paprikapulver darübergeben. Serviere die Lángos möglichst sofort, solange sie noch warm und außen leicht knusprig sind.
So werden deine Lángos besonders knusprig und locker
- Die richtige Öltemperatur ist entscheidend. Ideal sind ungefähr 170–180 °C.
- Den Teig ausreichend gehen lassen. Die Ruhezeit sorgt für eine lockere Struktur.
- Nicht zu viel Mehl beim Formen verwenden. Eine leicht geölte Arbeitsfläche ist meist besser.
- Die Fladen nicht zu dick formen. Eine gleichmäßige Dicke hilft, sie vollständig durchzugaren.
- Nicht zu viele Fladen gleichzeitig frittieren. Sonst sinkt die Öltemperatur zu stark.
- Die Toppings erst kurz vor dem Servieren auftragen. So bleiben die Fladen länger knusprig.
- Den Käse frisch reiben. Frisch geriebener Käse schmilzt häufig schöner als fertig geriebener Käse.
Leckere Variationen
1. Klassische Lángos mit Knoblauch, Sauerrahm und Käse
Die traditionelle Kombination aus Knoblauchwasser, cremigem Sauerrahm und geriebenem Käse ist ein echter Favorit. Für zusätzlichen Geschmack kannst du eine Prise Salz und frisch gemahlenen Pfeffer verwenden.
2. Lángos mit Speck und Frühlingszwiebeln
Brate kleine Speckwürfel knusprig an und verteile sie zusammen mit fein geschnittenen Frühlingszwiebeln über dem Sauerrahm. Diese Variante schmeckt besonders herzhaft.
3. Lángos mit Schinken und Käse
Belege den frisch frittierten Fladen mit dünnen Schinkenstreifen und geriebenem Käse. Wer den Käse besonders geschmolzen mag, kann den belegten Fladen kurz unter den Backofengrill stellen.
4. Einfache Knoblauch-Lángos
Wenn du es unkompliziert magst, bestreiche die Fladen nur mit Knoblauchöl und etwas Salz. Diese Version lässt den Geschmack des frisch frittierten Hefeteigs besonders gut zur Geltung kommen.
Wozu passen ungarische Lángos?
Lángos sind bereits mit Sauerrahm und Käse ein sättigender Snack. Du kannst sie aber auch als Teil einer größeren Mahlzeit servieren.
- Mit einem frischen grünen Salat oder Gurkensalat
- Mit Tomaten, Paprika und frischen Kräutern
- Als herzhafter Snack für Gäste und Familienfeiern
- Als Streetfood-Alternative für ein gemütliches Abendessen
- Mit verschiedenen Dips, beispielsweise Knoblauchsoße oder Kräuterquark
Für ein Buffet kannst du die Lángos zunächst pur ausbacken und die Toppings separat anbieten. So kann jeder seinen Fladen nach eigenem Geschmack belegen.
Aufbewahrung und Aufwärmen
Frisch schmecken sie am besten: Lángos haben direkt nach dem Frittieren die beste Kombination aus knuspriger Oberfläche und weichem Inneren.
Reste aufbewahren: Lasse die Fladen vollständig abkühlen und verpacke sie luftdicht. Bewahre sie im Kühlschrank auf und verbrauche sie möglichst innerhalb von zwei Tagen.
Wieder aufwärmen: Lege die Fladen für einige Minuten in eine Pfanne bei mittlerer bis niedriger Hitze oder erwärme sie im Backofen bei etwa 180 °C, bis sie heiß sind. Eine Mikrowelle macht sie zwar warm, lässt die Oberfläche aber meist weich werden.
Kann man Lángos einfrieren? Ja. Am besten frierst du die ausgebackenen, vollständig abgekühlten Fladen ohne Sauerrahm und Käse ein. Verpacke sie luftdicht und lege bei Bedarf Backpapier zwischen die Stücke. Zum Servieren kannst du sie auftauen und im Backofen oder in einer Pfanne wieder erwärmen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich Lángos wirklich in 10 Minuten zubereiten?
Die Zutaten sind schnell vermischt, aber dieses Heferezept benötigt etwa 45–60 Minuten Gehzeit. Für die vollständige Zubereitung solltest du deshalb deutlich mehr als zehn Minuten einplanen.
Kann ich den Teig vorbereiten?
Ja. Du kannst den Teig abgedeckt im Kühlschrank langsam gehen lassen. Nimm ihn rechtzeitig heraus, damit er vor dem Formen etwas Temperatur annehmen kann.
Warum werden meine Lángos zu fettig?
Häufig ist das Frittieröl nicht heiß genug oder es werden zu viele Fladen gleichzeitig hineingegeben. Kontrolliere die Temperatur und lasse die fertigen Lángos auf Küchenpapier abtropfen.
Kann ich Lángos ohne Fritteuse machen?
Ja. Ein ausreichend tiefer, stabiler Topf oder eine tiefe Pfanne funktioniert ebenfalls. Wichtig ist, dass genügend Öl vorhanden ist und du die Temperatur kontrollieren kannst.
Welcher Käse eignet sich am besten?
Gouda und Emmentaler sind in Deutschland leicht erhältlich und passen sehr gut. Für einen kräftigeren Geschmack kannst du einen Teil des Käses durch Bergkäse ersetzen.
Kann ich statt Trockenhefe frische Hefe verwenden?
Ja. Für dieses Rezept kannst du ein Päckchen Trockenhefe durch etwa 25 g frische Hefe ersetzen. Löse sie im lauwarmen Wasser mit dem Zucker auf, bevor du sie mit den übrigen Zutaten vermischst.
Fazit: Ungarische Lángos ganz einfach zu Hause genießen
Diese ungarischen Lángos sind perfekt für alle, die herzhaftes, frisch zubereitetes Streetfood lieben. Der lockere Hefeteig, die knusprige goldbraune Kruste und der cremige Belag aus Knoblauch, Sauerrahm und Käse machen sie zu einem echten Genuss.
Mit einfachen Zutaten aus dem deutschen Supermarkt kannst du den beliebten Jahrmarkt-Klassiker selbst zubereiten. Plane lediglich die Gehzeit für den Teig ein und achte beim Frittieren auf die richtige Temperatur. So werden die Fladen außen appetitlich knusprig und innen angenehm weich.
Ob für ein gemütliches Abendessen, eine Feier oder einen besonderen Snack am Wochenende – frisch gebackene Lángos schmecken am besten direkt aus der Pfanne. Guten Appetit!

Meet Olivia, Founder & [Recipe Developer/Editor]
Hi, I’m Olivia! I currently live in Berlin But born and raised in texas , where I spend my days testing new sourdough recipes and chasing my two kids around the kitchen.
My love for cooking/baking started when I was a child, spending weekends in the kitchen with my grandmother and my Italian father . She taught me the secret to the perfect flaky pie crust / a rich beef stew , which is a technique I still use in my recipes today.
I hold a , Culinary Arts Certificate / 10 years of experience working in local bakeries / degree in Nutrition. After years of cooking for friends and family / tweaking recipes for picky eaters , I decided to create this website to share my tested, foolproof recipes with you.
A few fun facts about me:
• I am absolutely terrified of running out of butter, so my freezer is always fully stocked.
• My favorite meal to make is a giant Sunday pot roast, but my guilty pleasure is eating boxed mac and cheese in secret.
• When I’m not developing recipes, I love hiking with my golden retriever, Barnaby.



