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Omas Sauerbraten – butterzart geschmort mit kräftiger süß-saurer Soße

Omas Sauerbraten – butterzart geschmort mit kräftiger süß-saurer Soße

Omas Sauerbraten ist ein echter Klassiker der deutschen Hausmannskost. Zartes Rindfleisch, eine aromatische Marinade aus Essig und Gewürzen sowie eine kräftige, leicht süß-saure Soße machen diesen traditionellen Braten zu einem besonderen Genuss. Zusammen mit Kartoffelklößen und Apfelrotkohl schmeckt er wie ein gemütliches Sonntagsessen bei Oma.

Das Geheimnis eines guten Sauerbratens liegt vor allem in der Zeit: Das Fleisch wird mehrere Tage mariniert und anschließend langsam geschmort. Dadurch erhält es seinen typischen Geschmack und wird wunderbar weich.

Dieses Rezept orientiert sich an der veröffentlichten Version von „Omas Sauerbraten“ auf Leckeregerichte.

Rezeptübersicht

Portionen

6 Personen

Schwierigkeit

Einfach bis mittel

Schmorzeit

2–2½ Stunden

Marinierzeit

3–4 Tage

Wichtig: Die Marinierzeit muss im Voraus eingeplant werden. Das Fleisch bleibt währenddessen im Kühlschrank.

Zutaten für Omas Sauerbraten

Die folgenden Mengen reichen für etwa sechs Portionen.

Für den Rinderbraten und die Marinade

  • 1,2 kg Rinderbraten, am besten aus der Schulter oder Keule
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Möhren
  • 150 g Knollensellerie
  • 500 ml Wasser
  • 250 ml milder Essig, beispielsweise Weinessig
  • 2 Lorbeerblätter
  • 5 Wacholderbeeren
  • 4 Pimentkörner
  • 4 Gewürznelken
  • 1 TL Senfkörner
  • 6 schwarze Pfefferkörner

Für das Schmoren und die Soße

  • 500 ml Rinderbrühe
  • 2 EL Pflanzenöl, beispielsweise Rapsöl
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1–2 TL brauner Zucker
  • Salz nach Geschmack
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Tipp: Kaufe das Rindfleisch am besten beim Metzger und bitte um ein Stück, das sich zum Schmoren eignet. Rinderschulter, Bug oder Keule sind dafür gute Optionen.

Omas Sauerbraten Schritt für Schritt zubereiten

Schritt 1: Die würzige Marinade vorbereiten

Schäle eine Zwiebel und schneide sie in grobe Stücke. Wasche eine Möhre, schäle sie bei Bedarf und schneide sie ebenfalls klein. Vom Knollensellerie benötigst du etwa die Hälfte.

Gib Wasser und Essig in einen ausreichend großen Topf. Füge die vorbereiteten Gemüsewürfel, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Pimentkörner, Gewürznelken, Senfkörner und Pfefferkörner hinzu.

Bringe die Flüssigkeit kurz zum Kochen und lasse sie einige Minuten ziehen. Nimm den Topf anschließend vom Herd und lasse die Marinade vollständig abkühlen.

Wichtig: Das Fleisch darf erst in die Marinade gelegt werden, wenn diese vollständig abgekühlt ist.

Schritt 2: Das Rindfleisch 3–4 Tage marinieren

Lege den Rinderbraten in eine große Glas- oder Keramikschüssel beziehungsweise einen anderen säurebeständigen Behälter mit Deckel.

Gieße die kalte Marinade über das Fleisch. Es sollte möglichst vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein. Falls nötig, kannst du den Braten während der Marinierzeit regelmäßig wenden.

Verschließe das Gefäß und stelle es für 3–4 Tage in den Kühlschrank. Wende das Fleisch einmal täglich, damit die Marinade gleichmäßig einwirken kann.

Während dieser Zeit nimmt das Fleisch die Aromen der Gewürze auf. Die Säure trägt dazu bei, dass der Braten seinen charakteristischen Sauerbratengeschmack entwickelt.

Hygienetipp: Lass das Fleisch während des Marinierens durchgehend gekühlt. Verwende die Marinade später nur weiter, wenn sie gründlich erhitzt wird.

Schritt 3: Das Fleisch aus der Marinade nehmen

Nimm den Braten nach der Marinierzeit aus dem Kühlschrank und hebe ihn aus der Flüssigkeit.

Tupfe das Fleisch mit Küchenpapier gründlich trocken. Dieser Schritt ist wichtig, denn feuchtes Fleisch bräunt im heißen Bräter schlechter.

Gieße die Marinade durch ein Sieb und fange die Flüssigkeit in einem sauberen Gefäß auf. Das Gemüse und die Gewürze kannst du zunächst beiseitestellen.

Schritt 4: Den Sauerbraten kräftig anbraten

Erhitze das Pflanzenöl in einem großen, schweren Bräter. Sobald das Öl heiß ist, gib den Braten hinein und brate ihn von allen Seiten kräftig an.

Nimm dir dafür einige Minuten Zeit. Die Oberfläche soll eine schöne braune Farbe bekommen. Diese Röstaromen geben der späteren Soße einen besonders herzhaften Geschmack.

Nimm das Fleisch anschließend kurz aus dem Bräter und stelle es auf einen Teller.

Schritt 5: Gemüse und Tomatenmark rösten

Schäle die zweite Zwiebel und schneide sie grob. Schneide außerdem die übrige Möhre und den restlichen Sellerie in Stücke.

Gib das Gemüse in den Bräter und röste es unter gelegentlichem Rühren einige Minuten an. Wenn es leicht gebräunt ist, füge das Tomatenmark hinzu.

Röste das Tomatenmark kurz mit, bis es aromatisch duftet und etwas dunkler wird. Achte darauf, dass es nicht anbrennt, denn verbranntes Tomatenmark kann die Soße bitter machen.

Schritt 6: Den Sauerbraten langsam schmoren

Lege das angebratene Fleisch zurück in den Bräter. Gieße etwa 300 ml der aufgefangenen Marinade und die 500 ml Rinderbrühe hinzu.

Die Flüssigkeit sollte den Braten nicht unbedingt vollständig bedecken. Entscheidend ist, dass genügend Flüssigkeit vorhanden ist, damit das Fleisch im geschlossenen Bräter schonend schmoren kann.

Setze den Deckel auf und lasse den Sauerbraten bei niedriger Hitze etwa 2 bis 2½ Stunden schmoren. Wende das Fleisch gelegentlich und kontrolliere, ob noch genügend Flüssigkeit im Bräter ist. Falls nötig, gib etwas Wasser oder Brühe dazu.

Alternativ kannst du den Braten im geschlossenen Bräter bei ungefähr 160 °C Ober-/Unterhitze im Backofen schmoren lassen. Plane je nach Fleischstück etwa 2½–3 Stunden oder mehr ein.

Prüfe die Zartheit mit einer Fleischgabel. Sie sollte sich leicht in das Fleisch stechen lassen. Ist der Braten noch fest, braucht er weitere Schmorzeit.

Schritt 7: Die kräftige Soße fertigstellen

Nimm den fertigen Sauerbraten vorsichtig aus dem Bräter und lasse ihn einige Minuten ruhen.

Für eine feine Soße kannst du den Bratenfond durch ein Sieb in einen Topf gießen. Wenn du eine rustikale, sämige Soße bevorzugst, püriere das geschmorte Gemüse direkt mit dem Fond.

Lasse die Soße bei Bedarf einige Minuten einkochen, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Schmecke sie anschließend mit Salz, schwarzem Pfeffer und zunächst 1 TL braunem Zucker ab.

Probiere die Soße und passe den Geschmack vorsichtig an:

  • Ist sie zu sauer, gib etwas Zucker hinzu.
  • Ist sie zu süß, kann eine kleine Menge Essig für mehr Ausgewogenheit sorgen.
  • Ist sie zu kräftig, verdünne sie mit etwas Rinderbrühe oder Wasser.
  • Ist sie zu dünn, lasse sie weiter einkochen oder binde sie bei Bedarf mit wenig angerührter Speisestärke.

Gib nicht die gesamte restliche Marinade ungeprüft in die Soße. So kannst du die Säure besser kontrollieren.

Schritt 8: Fleisch schneiden und servieren

Schneide den Sauerbraten mit einem scharfen Messer in Scheiben. Schneide möglichst quer zur Fleischfaser, damit die Stücke angenehm zart bleiben.

Richte die Scheiben auf einer vorgewärmten Servierplatte oder direkt auf Tellern an. Übergieße das Fleisch mit reichlich heißer Soße und serviere die gewünschten Beilagen dazu.

So entsteht ein klassischer deutscher Sonntagsbraten, der sich wunderbar für ein Familienessen oder ein festliches Menü eignet.

Welche Beilagen passen zu Sauerbraten?

Kartoffelklöße

Kartoffelklöße gehören zu den beliebtesten Beilagen für Sauerbraten. Ihre weiche Konsistenz passt hervorragend zur kräftigen Soße, die sie wunderbar aufnehmen.

Apfelrotkohl

Rotkohl mit Apfel bringt eine leicht süßliche, fruchtige Note auf den Teller. Er bildet einen schönen Kontrast zur würzigen Marinade und zur herzhaften Soße.

Spätzle

Butterspätzle sind eine leckere Alternative zu Kartoffelklößen. Sie eignen sich besonders gut, wenn du viel Soße servieren möchtest.

Weitere passende Beilagen

  • Semmelknödel
  • Salzkartoffeln
  • Kartoffelpüree
  • Gedünstete grüne Bohnen
  • Ein frischer grüner Salat

Tipps für einen besonders zarten Sauerbraten

1. Plane genügend Marinierzeit ein. Drei bis vier Tage geben dem Fleisch Zeit, das typische Aroma aufzunehmen. Der Braten muss dabei durchgehend gekühlt werden.

2. Brate das Fleisch rundherum an. Eine gut gebräunte Oberfläche sorgt für zusätzliche Röstaromen und eine geschmackvolle Soße.

3. Schmore bei niedriger Hitze. Starkes Kochen macht den Braten nicht schneller zart. Gib dem Fleisch Zeit und prüfe regelmäßig, ob es weich genug ist.

4. Kontrolliere die Säure der Soße. Essigsorten unterscheiden sich in ihrer Intensität. Verwende daher lieber zunächst weniger Marinade und schmecke später nach.

5. Püriere das Gemüse für eine sämige Soße. Dadurch erhält die Soße eine angenehm dickliche Konsistenz, ohne dass du unbedingt Mehl verwenden musst.

6. Bereite den Braten am Vortag zu. Sauerbraten lässt sich gut vorbereiten. Wenn er in der Soße im Kühlschrank durchzieht, können sich die Aromen weiter verbinden. Erwärme ihn am nächsten Tag schonend.

Variationen von Omas Sauerbraten

Rheinischer Sauerbraten mit Rosinen

Wenn du eine süßlichere, rheinische Variante magst, kannst du gegen Ende der Garzeit eine kleine Handvoll Rosinen in die Soße geben. Sie sorgen für fruchtige Süße und passen besonders gut zu Klößen und Rotkohl.

Sauerbraten mit Printen oder Lebkuchen

In manchen regionalen Rezepten werden zerbröselte Aachener Printen oder Lebkuchen zum Binden und Würzen der Soße verwendet. Gib zunächst eine kleine Menge hinzu und lasse sie unter Rühren in der heißen Soße auflösen.

Mildere Marinade

Wenn dir Sauerbraten schnell zu sauer schmeckt, kannst du einen Teil des Essigs durch Wasser ersetzen. Die typische Säure sollte jedoch erhalten bleiben.

Sauerbraten mit fruchtiger Soße

Ein kleiner Löffel Johannisbeergelee kann die Soße abrunden. Gib ihn erst zum Schluss hinzu und schmecke danach erneut ab.

Sauerbraten richtig aufbewahren und aufwärmen

Im Kühlschrank: Bewahre den fertig gegarten Braten zusammen mit der Soße in einem sauberen, luftdicht verschlossenen Behälter auf. Kühle Reste zügig ab und stelle sie innerhalb von zwei Stunden in den Kühlschrank. Bei höchstens 4 °C sind sie in der Regel etwa 2–3 Tage haltbar.

Einfrieren: Sauerbraten lässt sich portionsweise mit Soße einfrieren. Für die beste Qualität solltest du ihn innerhalb von etwa drei Monaten verbrauchen.

Aufwärmen: Lege die Fleischscheiben in die Soße und erwärme alles bei niedriger bis mittlerer Hitze, bis es vollständig heiß ist. Rühre vorsichtig um und gib bei Bedarf etwas Brühe oder Wasser hinzu, damit die Soße nicht zu stark eindickt.

Häufig gestellte Fragen zu Omas Sauerbraten

Welches Fleisch eignet sich am besten?

Rinderschulter, Rinderbug und geeignete Stücke aus der Keule sind gute Optionen. Sie eignen sich zum langsamen Schmoren und werden bei ausreichender Garzeit zart.

Wie lange muss Sauerbraten marinieren?

Für dieses Rezept sind 3–4 Tage vorgesehen. Halte dich an die angegebene Zeit und bewahre das Fleisch während der gesamten Marinierphase im Kühlschrank auf.

Warum ist mein Sauerbraten zäh geworden?

Häufig wurde das Fleisch nicht lange genug geschmort oder die Hitze war zu hoch. Lasse es bei niedriger Temperatur weitergaren und prüfe regelmäßig die Konsistenz.

Kann ich Sauerbraten einen Tag vorher machen?

Ja. Das Gericht eignet sich sehr gut zur Vorbereitung. Bewahre Fleisch und Soße zusammen im Kühlschrank auf und erwärme beides vor dem Servieren schonend.

Wie bekomme ich eine dunkle, kräftige Soße?

Brate das Fleisch gut an und röste das Gemüse sowie das Tomatenmark kräftig, aber ohne sie zu verbrennen. Lasse den Bratenfond bei Bedarf etwas einkochen.

Was mache ich, wenn die Soße zu sauer ist?

Gib zunächst eine kleine Menge braunen Zucker hinzu. Alternativ kann etwas Johannisbeergelee helfen. Taste dich langsam an den gewünschten Geschmack heran.

Kann ich Sauerbraten ohne Rotwein zubereiten?

Ja. Dieses Rezept kommt ohne Rotwein aus und verwendet Wasser, Essig und Rinderbrühe. Dadurch erhält die Soße trotzdem einen kräftigen, süß-sauren Geschmack.

Fazit: Omas Sauerbraten schmeckt nach traditioneller deutscher Küche

Omas Sauerbraten ist ein wunderbares Gericht für alle, die klassische Hausmannskost lieben. Durch die würzige Marinade, das langsame Schmoren und die kräftige Soße entsteht ein Braten, der besonders gut zu Kartoffelklößen und Apfelrotkohl passt.

Auch wenn die Zubereitung etwas Planung erfordert, ist der eigentliche Aufwand überschaubar. Bereitest du den Braten rechtzeitig vor, kannst du am Tag des Essens ein köstliches Familiengericht servieren.

Der wichtigste Tipp lautet: Gib dem Fleisch genügend Zeit, schmoren zu können, und schmecke die Soße am Ende sorgfältig ab. So gelingt ein aromatischer Sauerbraten, der wunderbar zu einem gemütlichen Sonntagsessen passt.

Rezeptgrundlage: „Omas Sauerbraten – butterzart geschmort mit kräftiger süß-saurer Soße!“ auf Leckeregerichte.

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