Recipes

Drei Monate lang roch die Seite des Bettes meines Mannes faulig…

Drei lange Monate lang wurde ich jedes Mal, wenn ich nachts neben meinem Mann lag, von einem unangenehmen, fauligen Geruch geplagt. Es war kein gewöhnlicher „Schlafzimmergeruch“. Es war dieser eigenartige, feuchte, muffige Geruch, der sich irgendwann so stark bemerkbar machte, dass man kaum noch an etwas anderes denken kann.

Am schlimmsten war, dass der Geruch scheinbar nur von der Seite des Bettes meines Mannes kam.

Ich konnte ihn nicht richtig beschreiben. Mal erinnerte er mich an feuchte Erde, mal an etwas Moderiges, und manchmal hatte er einen leicht säuerlichen Charakter. Je länger ich darüber nachdachte, desto unangenehmer wurde es.

Zuerst glaubte ich, die Erklärung müsse ganz einfach sein.

Vielleicht waren die Bettlaken nicht richtig getrocknet worden. Vielleicht hatte sich unter der Decke Feuchtigkeit gesammelt. Vielleicht war irgendwann etwas verschüttet worden. Oder vielleicht hatte sich durch Schweiß und die heiße, trockene Sommerluft in Arizona einfach ein unangenehmer Geruch in der Matratze festgesetzt.

Doch selbst nach gründlichem Waschen und Lüften verschwand der Geruch nicht.

Zuerst wurden die Bettwäsche und Decken verdächtigt

Der erste Schritt schien offensichtlich: Alles wurde aus dem Bett genommen.

Bettlaken, Kissenbezüge, Decken und Matratzenschoner wurden gewaschen. Anschließend wurde das Schlafzimmer gründlich gelüftet.

Für einen kurzen Moment dachte ich tatsächlich, das Problem sei gelöst.

Doch kaum war das Bett wieder gemacht, kam der Geruch zurück.

Das machte die Sache noch rätselhafter.

Wenn die Bettwäsche frisch gewaschen war, konnte sie schließlich kaum die eigentliche Ursache sein.

Dann untersuchten wir die Matratze

Als Nächstes geriet die Matratze unter Verdacht.

Das klingt zunächst vielleicht banal, aber eine Matratze kann im Laufe der Jahre einiges aufnehmen: Feuchtigkeit, Schweiß, Hautschuppen und verschiedene Gerüche aus der Umgebung.

Wir entfernten die Bettwäsche und untersuchten die Matratze so gründlich wie möglich.

Es gab keine offensichtlich große Verschmutzung und keinen einzelnen Fleck, der den intensiven Geruch erklären konnte.

Trotzdem schien der Geruch besonders stark in der Nähe der Seite meines Mannes aufzutreten.

Und genau das war der entscheidende Hinweis.

Der Geruch kam offenbar nicht von oben

Irgendwann kam mir der Gedanke, dass wir vielleicht an der völlig falschen Stelle gesucht hatten.

Wir hatten ständig auf die Dinge geschaut, die auf dem Bett lagen.

Aber was war mit dem, was unter dem Bett lag?

Oder sogar mit dem Bereich hinter und neben dem Bett?

Das ist bei unangenehmen Gerüchen im Schlafzimmer ein wichtiger Gedanke. Nicht jede Geruchsquelle befindet sich dort, wo man sie zuerst wahrnimmt.

Gerüche können aus kleinen Zwischenräumen kommen und sich in einem Raum verteilen. Dadurch kann es so wirken, als würde beispielsweise eine Matratze riechen, obwohl die eigentliche Ursache darunter oder dahinter liegt.

Wir rückten das Bett von der Wand

Also wurde das Bett vorsichtig von der Wand abgerückt.

Und plötzlich ergaben einige Dinge mehr Sinn.

Der Bereich hinter großen Möbelstücken bekommt häufig weniger Luftzirkulation als der übrige Raum. Wenn irgendwo Feuchtigkeit vorhanden ist, kann sie deshalb länger unbemerkt bleiben.

Besonders interessant waren die Bereiche, die normalerweise vollständig vom Bett verdeckt wurden.

Dort suchten wir nach Anzeichen wie:

  • dunklen oder verfärbten Stellen,
  • feuchten Bereichen,
  • aufgequollenem Holz,
  • beschädigten Materialien,
  • ungewöhnlichen Ablagerungen,
  • Wasserflecken,
  • muffigem Geruch,
  • oder Veränderungen an der Wand beziehungsweise am Boden.

Die eigentliche Ursache könnte versteckte Feuchtigkeit gewesen sein

Ein fauliger oder muffiger Geruch in einem Schlafzimmer kann verschiedene Ursachen haben.

Eine davon ist Feuchtigkeit.

Das bedeutet nicht automatisch, dass irgendwo Schimmel vorhanden ist. Ein Geruch allein reicht nicht aus, um Schimmel festzustellen.

Aber anhaltende Feuchtigkeit kann Materialien beschädigen und Bedingungen schaffen, unter denen sich Schimmel oder andere Mikroorganismen entwickeln können.

Mögliche Feuchtigkeitsquellen sind beispielsweise:

  • ein kleines Leck an einer Wasserleitung,
  • Kondensation,
  • Feuchtigkeit von außen,
  • ein Problem mit einem Fenster,
  • eine undichte Stelle an einer Wand,
  • verschüttete Flüssigkeit,
  • feuchte Teppich- oder Bodenbereiche,
  • oder ein Wasserschaden, der bereits länger zurückliegt.

Warum kann ein Geruch monatelang bleiben?

Das Überraschende an versteckten Feuchtigkeitsproblemen ist, dass die sichtbare Ursache manchmal kaum auffällt.

Ein kleiner Bereich hinter einem Möbelstück kann beispielsweise schlecht trocknen.

Wenn Feuchtigkeit in Holz, Teppich, Polstermaterial oder andere poröse Materialien eingedrungen ist, kann der unangenehme Geruch wesentlich länger bestehen bleiben als auf einer glatten Oberfläche.

Deshalb reicht es manchmal nicht aus, einfach ein Fenster zu öffnen oder einen Raumduft zu verwenden.

Ein Duftspray kann den Geruch lediglich überdecken.

Die Ursache muss gefunden werden.

Ein typischer Fehler: Den Geruch einfach überdecken

Das hatten wir beinahe selbst gemacht.

Kerzen, Raumdüfte und andere angenehme Gerüche können einen schlechten Geruch kurzfristig weniger auffällig machen.

Aber wenn hinter einem Möbelstück Feuchtigkeit steckt, löst ein Raumduft das Problem natürlich nicht.

Im Gegenteil: Zwei verschiedene Gerüche können miteinander vermischt sogar noch unangenehmer wirken.

Bei einem Geruch, der über Wochen oder Monate anhält, ist es deshalb sinnvoller, systematisch nach der Quelle zu suchen.

Auch der Lattenrost und die Unterseite der Matratze verdienen Aufmerksamkeit

Ein weiterer Bereich, den man leicht übersieht, ist die Unterseite des Bettes.

Zwischen Matratze und Lattenrost beziehungsweise Unterlage kann die Luftzirkulation eingeschränkt sein.

Wenn die Umgebung feucht ist oder das Bett direkt auf einem schlecht belüfteten Untergrund steht, kann sich dort mit der Zeit ein unangenehmes Klima entwickeln.

Deshalb sollte man die Matratze gelegentlich entsprechend den Herstellerhinweisen überprüfen und darauf achten, dass die Konstruktion ausreichend belüftet wird.

Dabei sollte man eine Matratze nicht einfach beliebig drehen oder wenden, weil manche modernen Modelle nur eine bestimmte Schlafseite haben.

Was tun, wenn man tatsächlich Feuchtigkeit findet?

Wenn irgendwo hinter dem Bett eine feuchte Stelle entdeckt wird, sollte man zunächst versuchen, die Quelle der Feuchtigkeit zu bestimmen.

Eine oberflächlich feuchte Stelle einfach zu trocknen, reicht nicht unbedingt aus, wenn weiterhin Wasser eindringt.

Bei einem vermuteten Leck, einem größeren Wasserschaden oder einer feuchten Wand kann die Hilfe einer qualifizierten Fachperson sinnvoll sein.

Besonders bei sichtbarem Schimmel oder umfangreichen Wasserschäden sollte man nicht einfach großflächig selbst daran herumarbeiten.

Nicht jeder muffige Geruch bedeutet Schimmel

Das ist ebenfalls wichtig.

Ein unangenehmer Geruch kann viele Ursachen haben.

Er kann beispielsweise von feuchten Textilien, alten Lebensmitteln, verschütteten Flüssigkeiten, Abflüssen, Haustierunfällen, Teppichen oder anderen Materialien stammen.

Deshalb sollte man nicht automatisch behaupten:

„Wenn es muffig riecht, ist es definitiv Schimmel.“

Das wäre eine voreilige Schlussfolgerung.

Der Geruch ist lediglich ein Hinweis darauf, dass man genauer suchen sollte.

Was wir aus dieser Erfahrung gelernt haben

Nach drei Monaten hatten wir uns so sehr an die Suche nach einer Erklärung gewöhnt, dass wir beinahe vergessen hatten, wie ungewöhnlich die Situation eigentlich war.

Wir hatten Bettwäsche gewaschen.

Wir hatten gelüftet.

Wir hatten die Matratze untersucht.

Wir hatten verschiedene Gerüche miteinander verglichen.

Aber erst als wir das Bett wirklich von seinem ursprünglichen Platz entfernten und den gesamten Bereich dahinter betrachteten, wurde klar, dass wir viel zu lange nur auf die offensichtlichen Dinge geschaut hatten.

Das war die wichtigste Lektion:

Wenn ein Geruch immer wieder aus demselben Bereich kommt, sollte man nicht nur das Objekt untersuchen, das sich dort befindet. Man sollte auch den Raum darum herum überprüfen.

Eine einfache Checkliste für hartnäckige Gerüche im Schlafzimmer

Wenn ein ungewöhnlicher Geruch über längere Zeit bleibt, kann folgende Reihenfolge hilfreich sein:

1. Bettwäsche reinigen

Laken, Kissenbezüge und Decken entsprechend den Pflegehinweisen waschen und vollständig trocknen lassen.

2. Matratze überprüfen

Auf Flecken, Feuchtigkeit oder ungewöhnliche Veränderungen achten.

3. Bett verschieben

Den Bereich unter und hinter dem Bett kontrollieren.

4. Wand und Boden ansehen

Nach Wasserflecken, Verfärbungen, aufgequollenem Material oder anderen Veränderungen suchen.

5. Umgebung kontrollieren

Auch Nachttische, Teppiche, Vorhänge, Kartons und andere Gegenstände in unmittelbarer Nähe überprüfen.

6. Wasserquellen bedenken

Fenster, Leitungen, Klimaanlage und angrenzende Räume können mögliche Feuchtigkeitsquellen sein.

7. Bei anhaltendem Problem professionelle Hilfe holen

Wenn der Geruch trotz gründlicher Reinigung bleibt oder Anzeichen eines Wasserschadens beziehungsweise größeren Schimmelproblems vorhanden sind, sollte die Ursache fachgerecht untersucht werden.

Und was ist mit der Gesundheit?

Ein dauerhaft unangenehmer Geruch im Schlafzimmer sollte nicht einfach ignoriert werden.

Vor allem wenn gleichzeitig sichtbare Feuchtigkeit, Schimmel oder andere auffällige Veränderungen vorhanden sind, sollte die Ursache möglichst zeitnah geklärt werden.

Wenn jemand nach dem Aufenthalt in einem bestimmten Raum wiederholt gesundheitliche Beschwerden bemerkt, sollte außerdem ärztlicher Rat eingeholt werden, anstatt selbst zu versuchen, die Ursache anhand des Geruchs zu diagnostizieren.