Eine Haarspange wirkt heute wie ein ganz gewöhnlicher Gegenstand. Sie liegt in Badezimmern, Handtaschen, Schubladen und auf Schminktischen. Manche Menschen benutzen sie, um eine Frisur schnell zu befestigen, andere tragen sie als modisches Accessoire. Es gibt einfache Kunststoffspangen für den Alltag, elegante Metallspangen für besondere Anlässe und kunstvoll verzierte Stücke, die beinahe wie kleine Schmuckobjekte aussehen.
Doch hinter diesem unscheinbaren Gegenstand steckt eine überraschend lange Geschichte.
Die Haarspange ist weit mehr als ein praktisches Werkzeug zum Fixieren von Haaren. Im Laufe der Jahrhunderte konnte sie etwas über gesellschaftlichen Status, Mode, Alter, Geschlecht, Religion, regionale Traditionen und sogar persönliche Identität ausdrücken.
Lange bevor moderne Haarklammern aus Kunststoff in großen Fabriken hergestellt wurden, mussten Menschen ihre Haare mit Materialien befestigen, die ihnen zur Verfügung standen. Holz, Knochen, Horn, Metall, Muscheln, Elfenbein, Edelsteine und andere Materialien wurden zu Nadeln, Kämmen, Stäben und Verschlüssen verarbeitet.
Was heute wie ein kleines alltägliches Accessoire aussieht, war früher manchmal ein Zeichen von Wohlstand, Handwerkskunst oder Zugehörigkeit.
Warum Menschen überhaupt Haarspangen brauchen
Die menschliche Haarstruktur ist erstaunlich vielseitig.
Haare können kurz, lang, glatt, lockig, dicht oder fein sein. Sobald sie eine gewisse Länge erreichen, müssen sie jedoch häufig aus dem Gesicht gehalten oder in einer bestimmten Form befestigt werden.
Das gilt besonders für lange Haare.
Schon aus praktischen Gründen war es sinnvoll, Haare zusammenzubinden oder hochzustecken.
Beim Arbeiten konnten offene Haare störend sein.
Beim Kochen konnten sie ins Gesicht fallen.
Während körperlicher Arbeit konnten sie sich verfangen.
Und bei bestimmten Berufen oder Tätigkeiten war es wichtig, die Haare möglichst ordentlich und sicher zu halten.
Deshalb entstanden im Laufe der Zeit zahlreiche Methoden, um Haare zu befestigen.
Die Haarspange begann nicht als Modeartikel
Wenn wir heute an Haarspangen denken, stellen wir uns häufig kleine Kunststoffprodukte vor.
Historisch gesehen waren Haarbefestigungen jedoch zunächst vor allem praktische Werkzeuge.
Menschen brauchten etwas, das die Haare zusammenhielt.
Ein einfacher Stab konnte bereits ausreichen.
Ein Stück Holz konnte entsprechend geformt werden.
Ein Knochen konnte geschliffen und geglättet werden.
Ein Stück Metall konnte zu einer Nadel verarbeitet werden.
Mit zunehmender handwerklicher Entwicklung wurden diese einfachen Gegenstände immer kunstvoller.
Und genau an diesem Punkt begann die Verbindung zwischen Funktion und Schönheit.
Haarstäbe und Haarnadeln als frühe Vorläufer
Die moderne Haarspange ist Teil einer viel größeren Familie von Haaraccessoires.
Dazu gehören:
- Haarnadeln
- Haarstäbe
- Kämme
- Diademe
- Haarreifen
- Klammern
- Schleifen
- dekorative Haarnetze
- Ziernadeln
Diese Gegenstände erfüllten teilweise dieselbe Grundfunktion:
Sie hielten Haare an ihrem Platz.
Doch gleichzeitig konnten sie den persönlichen Stil sichtbar machen.
Ein einfacher Holzstab konnte vollkommen zweckmäßig sein.
Ein reich verzierter Stab aus Edelmetall konnte dagegen zeigen, dass die Trägerin oder der Träger über besondere finanzielle Mittel verfügte.
Haaraccessoires im alten Ägypten
Schon im alten Ägypten spielte die Gestaltung der Haare eine wichtige Rolle.
Frisuren waren nicht einfach zufällig.
Haare konnten sorgfältig arrangiert, geflochten oder mit verschiedenen Accessoires ergänzt werden.
Archäologische Funde zeigen, dass Menschen damals verschiedene Werkzeuge und Schmuckstücke für Haar und Körper verwendeten.
Haarnadeln und Kämme gehörten zu den Gegenständen, die für die Pflege und Gestaltung der Haare eingesetzt wurden.
Besonders interessant ist, dass Haarstyling im alten Ägypten auch mit sozialem Status und persönlicher Darstellung verbunden war.
Perücken waren beispielsweise weit verbreitet und konnten sowohl praktische als auch ästhetische und soziale Funktionen erfüllen.
Damit wird deutlich:
Die Geschichte von Haaraccessoires ist eng mit der Geschichte der Gesellschaft verbunden.
Haarspangen in der griechischen und römischen Welt
Auch in der griechischen und römischen Antike wurden Haare auf vielfältige Weise arrangiert.
Frauen trugen häufig aufwendige Frisuren.
Haare wurden geflochten, hochgesteckt und mit verschiedenen Schmuckelementen dekoriert.
Haarnadeln konnten dabei sowohl praktisch als auch dekorativ sein.
Bei wohlhabenden Personen konnten Haaraccessoires aus wertvollen Materialien hergestellt oder aufwendig verziert sein.
Die Frisur konnte zeigen, welchem sozialen Umfeld eine Person angehörte.
In der römischen Welt entwickelten sich teilweise sehr komplexe Frisuren, insbesondere in höheren gesellschaftlichen Schichten.
Je aufwendiger eine Frisur war, desto mehr Zeit und Unterstützung konnte erforderlich sein.
Eine kunstvolle Frisur war damit nicht nur eine Frage des Geschmacks.
Sie konnte auch zeigen:
Diese Person verfügt über die Zeit, die Mittel und die gesellschaftlichen Möglichkeiten, sich so zu präsentieren.
Haaraccessoires als Zeichen von Wohlstand
Das ist ein wiederkehrendes Muster in der Geschichte.
Ein Gegenstand, der ursprünglich rein praktisch war, wird irgendwann zum Schmuck.
Das lässt sich bei vielen Dingen beobachten.
Ein Ring kann ursprünglich ein praktischer Verschluss gewesen sein.
Ein Gürtel kann Kleidung halten.
Eine Brosche kann Stoff befestigen.
Und eine Haarspange kann Haare zusammenhalten.
Doch sobald Menschen beginnen, diese Gegenstände aus wertvollen Materialien herzustellen und aufwendig zu dekorieren, verändert sich ihre Bedeutung.
Dann geht es nicht mehr nur um Funktion.
Es geht um Darstellung.
Das Material konnte etwas über den Träger verraten
Stellen Sie sich zwei Haarspangen vor.
Die erste besteht aus einfachem Holz.
Die zweite besteht aus Gold und ist mit Edelsteinen verziert.
Beide erfüllen grundsätzlich dieselbe Aufgabe.
Aber ihre gesellschaftliche Bedeutung ist völlig unterschiedlich.
Die erste kann alltäglich und praktisch sein.
Die zweite kann Wohlstand, Status oder eine besondere gesellschaftliche Stellung signalisieren.
Deshalb sind historische Haaraccessoires für Archäologen und Kulturhistoriker interessant.
Sie können Hinweise darauf geben, wie Menschen lebten und welche Materialien ihnen zur Verfügung standen.
Haarspangen und regionale Traditionen
Ein weiterer faszinierender Aspekt ist die enorme Vielfalt verschiedener Kulturen.
Menschen auf der ganzen Welt entwickelten eigene Formen der Haarpflege und Haardekoration.
In verschiedenen Regionen wurden unterschiedliche Materialien bevorzugt.
Manche Kulturen verwendeten Holz.
Andere arbeiteten mit Metall.
Wieder andere nutzten Knochen, Horn, Perlen, Muscheln oder Textilien.
Die Form konnte ebenfalls variieren.
Eine Haarbefestigung war dadurch nicht einfach nur ein universelles Werkzeug.
Sie konnte Teil einer bestimmten regionalen Ästhetik sein.
Die Bedeutung von Farben
Auch Farben konnten eine Rolle spielen.
Eine Haarspange mit bestimmten Farben konnte zu einem Kleid passen.
Sie konnte Teil einer festlichen Kleidung sein.
Sie konnte eine bestimmte Modeperiode widerspiegeln.
Oder sie konnte einfach die Lieblingsfarbe der Trägerin darstellen.
Heute denken wir bei Haarspangen häufig an modische Kombinationen.
Historisch war Kleidung jedoch oft stärker durch gesellschaftliche Regeln geprägt.
Bestimmte Farben oder Materialien konnten in manchen Gesellschaften bestimmten Gruppen vorbehalten oder mit bestimmten Anlässen verbunden sein.
Haarspangen bei besonderen Anlässen
Nicht jede Haarspange war für den Alltag bestimmt.
Besondere Haaraccessoires konnten zu Hochzeiten, Festen, religiösen Zeremonien oder offiziellen Veranstaltungen getragen werden.
Eine einfache Spange konnte im Alltag verwendet werden.
Für einen besonderen Anlass konnte man dagegen ein kunstvolleres Stück auswählen.
Dieser Unterschied existiert bis heute.
Viele Menschen besitzen einfache Haarspangen für den Alltag und besonders dekorative Stücke für Feiern.
Die Haarspange als Teil der Hochzeitstradition
Hochzeiten sind ein besonders gutes Beispiel dafür.
In vielen Kulturen hat die Gestaltung der Haare bei Hochzeiten eine wichtige Bedeutung.
Das Haar kann mit:
- Blumen
- Perlen
- Schmuck
- Nadeln
- Kämmen
- Schleifen
- dekorativen Spangen
geschmückt werden.
Eine Haarspange kann dabei Bestandteil eines gesamten Erscheinungsbildes sein.
Sie kann zum Kleid passen.
Sie kann von der Familie über Generationen weitergegeben werden.
Oder sie kann speziell für diesen Tag angefertigt werden.
Wenn eine Haarspange zum Erinnerungsstück wird
Manche Haaraccessoires haben einen emotionalen Wert, der weit über ihren materiellen Wert hinausgeht.
Eine alte Haarspange kann beispielsweise einer Großmutter gehört haben.
Vielleicht wurde sie bei einer Hochzeit getragen.
Vielleicht wurde sie der Tochter geschenkt.
Vielleicht wurde sie später an die nächste Generation weitergegeben.
Dann wird aus einem einfachen Gegenstand ein Erinnerungsstück.
Die Spange selbst muss nicht besonders teuer sein.
Ihre Bedeutung entsteht durch die Geschichte, die mit ihr verbunden ist.
Warum kleine Gegenstände so wertvoll für die Erinnerung sein können
Große historische Ereignisse werden häufig in Büchern dokumentiert.
Aber persönliche Geschichte hinterlässt oft andere Spuren.
Ein Brief.
Ein Foto.
Ein Ring.
Eine Uhr.
Ein Kamm.
Eine Haarspange.
Solche kleinen Gegenstände können Erinnerungen an Personen und Situationen bewahren.
Deshalb kann ein scheinbar gewöhnliches Accessoire emotional wertvoller sein als ein viel teurer Gegenstand.
Die Haarspange und die Entwicklung der Mode
Mit der Entwicklung der Mode veränderte sich auch das Design von Haaraccessoires.
Wenn eine bestimmte Frisur modern wurde, entstanden neue Möglichkeiten, sie zu befestigen.
Wenn kurze Haare beliebt waren, wurden bestimmte Haarspangen weniger wichtig.
Wenn lange, hochgesteckte Frisuren in Mode kamen, stieg die Nachfrage nach geeigneten Nadeln und Klammern.
Mode und Haaraccessoires beeinflussten sich gegenseitig.
Das 18. und 19. Jahrhundert
In Europa entwickelten sich während dieser Zeit zahlreiche aufwendige Frisuren.
Besonders im 18. Jahrhundert konnten Frisuren außergewöhnlich komplex werden.
Haare wurden hoch aufgebaut, gepudert und mit verschiedenen Dekorationen versehen.
Solche Frisuren benötigten geeignete Hilfsmittel.
Haarnadeln und andere Befestigungen waren deshalb unverzichtbar.
Mit der Industrialisierung konnten Haaraccessoires zunehmend in größeren Mengen hergestellt werden.
Das führte langfristig dazu, dass sie für breitere Bevölkerungsschichten verfügbar wurden.
Die Industrialisierung veränderte Haaraccessoires
Früher musste ein Haaraccessoire häufig von einem Handwerker hergestellt werden.
Das machte viele Stücke relativ teuer.
Mit der industriellen Produktion konnten ähnliche Gegenstände wesentlich schneller und günstiger hergestellt werden.
Neue Materialien wurden verfügbar.
Besonders wichtig war die Entwicklung verschiedener Kunststoffe und moderner Fertigungstechniken.
Dadurch konnten Haarspangen in sehr unterschiedlichen Formen produziert werden.
Kunststoff machte Haarspangen massentauglich
Moderne Haarspangen bestehen häufig aus Kunststoff oder Kombinationen verschiedener Materialien.
Das hat einen großen Vorteil:
Kunststoff ist leicht.
Er kann in komplexe Formen gebracht werden.
Er kann eingefärbt werden.
Er ist vergleichsweise günstig.
Dadurch können Haarspangen in nahezu jeder denkbaren Form hergestellt werden.
Von der einfachen schwarzen Klammer bis zum farbenfrohen Schmetterling ist fast alles möglich.
Die Haarspange wurde zum Ausdruck der Persönlichkeit
Hier verändert sich die Geschichte erneut.
Wenn ein Gegenstand günstig und leicht verfügbar ist, kann ihn praktisch jeder besitzen.
Dann verliert er einen Teil seiner Funktion als Statussymbol.
Gleichzeitig gewinnt er eine andere Funktion:
Selbstausdruck.
Menschen wählen Haaraccessoires passend zu ihrer Persönlichkeit.
Manche mögen dezente Farben.
Andere bevorzugen auffällige Formen.
Manche tragen klassische Metallspangen.
Andere mögen verspielte Motive.
Die Haarspange wird dadurch zu einem kleinen Teil der persönlichen Identität.
Von der Funktion zum persönlichen Stil
Das ist vielleicht die faszinierendste Entwicklung.
Am Anfang steht ein praktisches Problem:
Wie halte ich meine Haare zusammen?
Dann kommt die nächste Frage:
Wie kann ich das schön machen?
Später entsteht:
Was sagt dieses Accessoire über mich aus?
Und genau hier wird ein alltäglicher Gegenstand kulturell interessant.
Haarspangen können Persönlichkeit ausdrücken
Eine Person kann beispielsweise eine sehr einfache Haarspange wählen, weil sie Funktionalität bevorzugt.
Eine andere Person trägt vielleicht eine große, auffällige Spange.
Eine dritte bevorzugt Vintage-Designs.
Eine vierte Person sammelt handgefertigte Stücke.
Obwohl alle dasselbe Grundproblem lösen, erzählen die Gegenstände unterschiedliche Geschichten.
Die Rückkehr handgefertigter Haaraccessoires
Interessanterweise erleben handgefertigte Produkte in vielen Bereichen wieder mehr Aufmerksamkeit.
Menschen interessieren sich zunehmend für Gegenstände, die nicht vollständig identisch mit Tausenden anderen Produkten sind.
Eine handgefertigte Haarspange kann kleine Unregelmäßigkeiten besitzen.
Genau diese Unregelmäßigkeiten können ihren Charakter ausmachen.
Sie vermittelt das Gefühl, dass jemand Zeit und Können in ihre Herstellung investiert hat.
Vintage-Haarspangen erzählen Geschichten
Alte Haarspangen können besonders interessant sein.
Ihre Form, ihr Material und ihr Design können Hinweise auf die Zeit geben, aus der sie stammen.
Eine alte Spange kann beispielsweise zeigen:
- welche Farben damals beliebt waren
- welche Frisuren getragen wurden
- welche Materialien verfügbar waren
- welche Schmuckformen modern waren
- welche ästhetischen Vorstellungen existierten
So wird ein kleines Accessoire zu einem Stück Alltagsgeschichte.
Warum Haarspangen für die Archäologie interessant sind
Archäologen untersuchen nicht nur große Gebäude und berühmte Kunstwerke.
Auch kleine Alltagsgegenstände können wertvolle Informationen liefern.
Ein Haaraccessoire kann beispielsweise Hinweise auf:
- persönliche Pflege
- Kleidung
- Schmuck
- Handwerk
- Handelsbeziehungen
- gesellschaftlichen Status
- kulturelle Kontakte
geben.
Wenn ein bestimmtes Material weit entfernt von seinem natürlichen Ursprungsgebiet gefunden wird, kann es außerdem Hinweise auf Handelswege liefern.
Haaraccessoires können Handelsgeschichte erzählen
Stellen Sie sich vor, eine historische Haarspange besteht aus einem Material, das in der Region, in der sie gefunden wurde, kaum vorkommt.
Dann stellt sich die Frage:
Woher kam dieses Material?
Vielleicht wurde es importiert.
Vielleicht wurde das fertige Objekt gehandelt.
Vielleicht wurde es von Reisenden mitgebracht.
Damit kann ein kleiner Gegenstand plötzlich Informationen über größere wirtschaftliche und kulturelle Netzwerke liefern.
Haarspangen und Handwerkskunst
Die Herstellung einer hochwertigen historischen Haarspange konnte sehr anspruchsvoll sein.
Ein Handwerker musste beispielsweise Metall formen, schleifen, polieren und dekorieren.
Bei bestimmten Materialien war zusätzliches Wissen erforderlich.
Bei Holz musste man auf Maserung und Stabilität achten.
Bei Knochen musste das Material entsprechend bearbeitet werden.
Bei Metall waren Kenntnisse über Schmieden, Gießen oder Gravieren notwendig.
Ein dekoratives Stück war deshalb nicht einfach nur ein Gegenstand.
Es war auch ein Beispiel für handwerkliches Können.
Warum alte Haarspangen manchmal überraschend kunstvoll sind
Heute kann eine Haarspange für wenige Euro gekauft werden.
Das verändert unsere Wahrnehmung.
Wir vergessen leicht, dass die Herstellung früher wesentlich aufwendiger sein konnte.
Ein kunstvoll geschnitztes oder graviertes Haaraccessoire erforderte Zeit.
Je komplizierter die Dekoration, desto höher konnten die Herstellungskosten sein.
Dadurch konnten solche Stücke gleichzeitig Schmuck und Statussymbol sein.
Die Haarspange und Geschlechterrollen
Historisch wurden bestimmte Haaraccessoires häufig mit Frauen verbunden.
Aber Haarpflege und Haarbefestigung waren natürlich nicht ausschließlich weibliche Themen.
Menschen aller Geschlechter haben ihre Haare im Laufe der Geschichte auf unterschiedliche Weise getragen und befestigt.
Auch Männer nutzten Haarbänder, Kämme, Nadeln oder andere Hilfsmittel, wenn ihre Frisuren dies erforderten.
Die Verbindung zwischen bestimmten Haaraccessoires und einem bestimmten Geschlecht ist deshalb vor allem eine Frage kultureller Normen.
Haarspangen in der modernen Gesellschaft
Heute sind Haarspangen in praktisch unzähligen Varianten erhältlich.
Es gibt:
- kleine Clips
- große Klammern
- Schmetterlingsspangen
- Blumenformen
- Metallspangen
- Perlenmodelle
- minimalistische Designs
- Vintage-Modelle
- handgefertigte Stücke
- funktionale Haarclips
Die Auswahl ist so groß, dass eine Haarspange fast wie ein kleines Modeobjekt behandelt werden kann.
Die Rückkehr klassischer Designs
Mode wiederholt sich häufig.
Designs, die vor Jahrzehnten beliebt waren, können plötzlich wieder modern werden.
Deshalb tauchen ältere Formen von Haarspangen regelmäßig erneut auf.
Vintage-Ästhetik kann mit moderner Kleidung kombiniert werden.
Eine alte Form wird dabei neu interpretiert.
Das zeigt, dass Haaraccessoires nicht nur praktische Gegenstände sind, sondern Teil eines ständig wechselnden kulturellen Kreislaufs.
Die Haarspange im Zeitalter sozialer Medien
Auch soziale Medien haben die Bedeutung von Haaraccessoires verändert.
Ein auffälliges Accessoire kann Teil eines gesamten Looks werden.
Menschen zeigen ihre Frisuren online.
Frisuren werden nachgemacht.
Bestimmte Designs werden plötzlich populär.
Ein scheinbar kleines Accessoire kann dadurch innerhalb kurzer Zeit weltweit bekannt werden.
Warum kleine Accessoires eine so große Wirkung haben
Ein vollständiges Outfit kann teuer und aufwendig sein.
Eine Haarspange dagegen ist klein.
Trotzdem kann sie den gesamten Eindruck verändern.
Eine elegante Spange kann eine einfache Frisur festlich wirken lassen.
Eine farbenfrohe Spange kann ein schlichtes Outfit lebendiger machen.
Eine minimalistische Metallspange kann einen modernen Look unterstützen.
Das macht Haaraccessoires so interessant.
Sie benötigen nicht viel Material, können aber eine starke visuelle Wirkung erzeugen.
Die Haarspange als Teil der persönlichen Identität
Identität besteht nicht nur aus großen Entscheidungen.
Sie zeigt sich auch in kleinen Dingen.
Wie jemand seine Haare trägt.
Welche Kleidung er bevorzugt.
Welchen Schmuck er auswählt.
Welche Farben er mag.
Welche Accessoires er trägt.
Eine Haarspange kann deshalb ein winziges, aber sichtbares Element der persönlichen Identität sein.
Nicht jede Haarspange muss teuer sein
Das ist ebenfalls ein wichtiger Punkt.
Die Bedeutung eines Gegenstandes hängt nicht automatisch von seinem Preis ab.
Eine günstige Haarspange kann eine starke emotionale Bedeutung haben.
Vielleicht war sie ein Geschenk.
Vielleicht wurde sie bei einem besonderen Ereignis getragen.
Vielleicht erinnert sie an eine bestimmte Person.
Vielleicht war sie die erste Haarspange eines Kindes.
Der finanzielle Wert und der persönliche Wert sind zwei völlig verschiedene Dinge.
Die Haarspange als Geschenk
Haaraccessoires eignen sich auch deshalb gut als Geschenk, weil sie relativ persönlich sein können.
Man kann eine Spange nach:
- Farbe
- Stil
- Material
- Frisur
- Persönlichkeit
auswählen.
Ein schlichtes Modell kann für jemanden passend sein, der Minimalismus liebt.
Ein auffälliges Modell kann zu einer Person passen, die gerne experimentiert.
Ein Vintage-Stück kann jemanden ansprechen, der historische Mode liebt.
Warum wir uns an solche Gegenstände erinnern
Unser Gedächtnis verbindet Gegenstände häufig mit Erlebnissen.
Eine bestimmte Haarspange kann uns an eine Hochzeit erinnern.
Eine andere an die Schulzeit.
Eine weitere an unsere Mutter oder Großmutter.
Das macht Alltagsgegenstände zu emotionalen Ankern.
Sie erinnern uns nicht nur daran, was wir besaßen, sondern auch daran, wer wir damals waren.
Die Zukunft der Haarspange
Auch wenn sich Mode und Technologie weiterentwickeln, wird das Grundproblem wahrscheinlich bestehen bleiben:
Menschen werden weiterhin ihre Haare gestalten und befestigen wollen.
Vielleicht entstehen neue Materialien.
Vielleicht werden Haaraccessoires nachhaltiger produziert.
Vielleicht kommen neue Formen hinzu.
Vielleicht werden intelligente Accessoires entwickelt.
Doch das grundlegende Prinzip bleibt dasselbe:
Haare werden befestigt – und gleichzeitig wird Persönlichkeit sichtbar gemacht.
Nachhaltigkeit und moderne Haaraccessoires
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Gegenwart ist die Frage nach Nachhaltigkeit.
Massenproduktion ermöglicht günstige Haarspangen, kann aber gleichzeitig zu mehr Verbrauch und Abfall führen.
Deshalb interessieren sich manche Menschen zunehmend für:
- langlebige Materialien
- reparierbare Produkte
- recycelte Materialien
- handgefertigte Stücke
- zeitlose Designs
Eine hochwertige Haarspange, die jahrelang verwendet wird, kann eine andere Beziehung zum Besitzer entwickeln als ein billiges Accessoire, das nach wenigen Monaten weggeworfen wird.
Ein kleines Objekt mit einer großen Geschichte
Wenn man eine Haarspange heute betrachtet, sieht man vielleicht nur ein kleines Stück Metall oder Kunststoff.
Doch dahinter steckt eine Geschichte, die Jahrtausende zurückreicht.
Menschen wollten schon immer ihre Haare kontrollieren, gestalten und dekorieren.
Aus einfachen Stäben und Nadeln entstanden kunstvolle Schmuckstücke.
Aus praktischen Werkzeugen wurden Statussymbole.
Aus Statussymbolen wurden Modeaccessoires.
Und aus Modeaccessoires wurden für viele Menschen persönliche Erinnerungsstücke.



