Rezepte

Bewahren Sie dieses Rezept gut auf, es ist ein wahrer Schatz. Ich habe es an alle weitergeleitet, die mich begrüßt haben.


Hausgemachte Käsespätzle – Das ultimative Komfort-Food

Einleitung:
Käsespätzle sind das schwäbische Pendant zum Käsefondue – nur herzhafter und befriedigender. Dieses Rezept führt Sie Schritt für Schritt durch die Zubereitung, vom Herstellen des Spätzleteigs bis zur perfekt knusprigen Zwiebelkrone. Es mag anfangs etwas Übung erfordern, aber das Ergebnis ist jeden Aufwand wert!


Zutaten für 4 Personen

Für den Spätzleteig:

  • 500 g Mehl (Type 405 oder 550)
  • 5 Eier (Größe M)
  • 200 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Salz
  • 1 Prise Muskatnuss (frisch gerieben)
  • 2 EL neutrales Öl (für den Teig, optional – macht ihn geschmeidiger)

Für die Käse-Zwiebel-Schicht:

  • 300 g Bergkäse oder Emmentaler (kräftig im Geschmack)
  • 150 g Greyerzer (für eine würzige Note)
  • 2 große Zwiebeln
  • 100 g Butter
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver

Zum Anrichten:

  • Frisch geschnittene Schnittlauchröllchen
  • Optional: Geröstete Brotwürfel für zusätzliche Crunch

Zubereitung

Schritt 1: Die knusprigen Zwiebeln vorbereiten

  1. Die Zwiebeln halbieren und in feine Ringe oder Halbringe schneiden.
  2. In einer großen Pfanne 50 g der Butter bei mittlerer Hitze zerlassen. Die Zwiebeln dazugeben und langsam für etwa 15-20 Minuten goldbraun braten. Wichtig ist, sie immer wieder zu wenden, damit sie nicht verbrennen.
  3. Gegen Ende mit etwas Salz und dem Paprikapulver würzen. Dann aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen.

Schritt 2: Den Spätzleteig zubereiten

  1. Das Mehl in eine große Rührschüssel geben. Eine Mulde in die Mitte drücken.
  2. Die Eier, das Salz, die Muskatnuss und das Öl in die Mulde schlagen.
  3. Beginnen Sie, alles mit den Knethaken des Handrührgers oder einem Kochlöffel zu vermengen. Nach und nach das lauwarme Wasser dazugeben.
  4. Wichtig: Den Teig so lange schlagen/kneten, bis er Blasen wirft und zähflüssig-glatt ist. Dies kann mehrere Minuten dauern. Der Teig sollte vom Löffel zögernd abrinnen. Decken Sie ihn ab und lassen Sie ihn für mindestens 30 Minuten ruhen.

Schritt 3: Die Spätzle schaben

  1. Bringen Sie in einem großen, breiten Topf reichlich Salzwasser zum Kochen.
  2. Nehmen Sie einen Spätzleschaber, ein Spätzlebrett oder einfach ein einfaches, nasses Brettchen zur Hand.
  3. Geben Sie eine Portion Teig auf das Brettchen und schaben Sie mit einem Messer dünne Streifen des Teigs direkt ins kochende Wasser. Arbeiten Sie zügig.
  4. Die Spätzle sind fertig, wenn sie an der Oberfläche schwimmen – das dauert nur etwa 2-3 Minuten. Mit einem Schaumlöffel herausheben und gut abtropfen lassen.
    • Profitipp: Legen Sie die fertigen Spätzle kurz in eine Schüssel mit kaltem Wasser, um den Garprozess zu stoppen. Das verhindert, dass sie verkleben.

Schritt 4: Den Käse reiben
Während die Spätzle kochen, reiben Sie den Bergkäse und den Greyerzer fein.

Schritt 5: Die Käsespätzle schichten und backen

  1. Heizen Sie den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (Umluft 160°C) vor.
  2. Eine ofenfeste Form (ca. 20×30 cm) mit der Hälfte der restlichen Butter ausfetten.
  3. Schichten Sie die abgetropften Spätzle und den geriebenen Käse in der Form:
    • Eine Schicht Spätzle
    • Eine Schicht Käse
    • Pfeffer darüber mahlen
    • Noch eine Schicht Spätzle
    • Die letzte Schicht Käse
  4. Die restliche Butter in Flöckchen auf der Käseoberteilung verteilen.
  5. Die Form für 15-20 Minuten in den Ofen stellen, bis der Käse vollständig geschmolzen und leicht gebräunt ist.

Schritt 6: Das Finale

  1. Nehmen Sie die Form aus dem Ofen und verteilen Sie die knusprigen Zwiebeln großzügig über die goldene Käsekruste.
  2. Mit frischem Schnittlauch bestreuen.

Serviervorschlag

Servieren Sie die Käsespätzle direkt aus der Form, dampfend heiß, am Tisch. Dazu passt traditionell ein frischer, knackiger Salat mit einem einfachen Vinaigrette-Dressing (aus Öl, Essig, Salz, Pfeffer), um den reichhaltigen Geschmack wunderbar auszugleichen.

Ein kühles, helles Weizenbier (Hefeweizen) oder ein trockener Weißwein (z.B. ein Riesling) sind die perfekten Getränkebegleiter.


Warum dieses Rezept ein Schatz ist:

Dieses Rezept ist mehr als nur eine Anleitung. Es ist ein Stück deutscher Küchenkultur, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Der Prozess des Teigschlagens und Schabens verbindet einen mit einer jahrhundertealten Tradition. Der Duft von bratenen Zwiebeln und geschmolzenem Käse erfüllt das ganze Haus mit Gemütlichkeit – das ist pure Seele auf dem Teller.

Bewahren Sie es gut auf, teilen Sie es mit Freunden und Ihrer Familie und schreiben Sie Ihre eigenen Erinnerungen daran! Guten Appetit!

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